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Resolution zur Unterstützung des Schweizer Familiengärtnerverbandes Während dem internationalen Seminar in Gent haben die Delegierten einstimmig die folgende Resolution angenommen und unterschrieben: Anlässlich des vom 7. bis 9. September 2009 in Gent stattfindenden Seminars wurden die 14 Mitglieder des Office International du Coin de Terre et des Jardins Familiaux vom besorgten Schweizer Familiengärtnerverband darauf hingewiesen, dass zahlreiche Kleingartenareale durch Immobilienprojekte bedroht sind. - Die Basler Zentralverwaltung erhält einen neuen Richtplan, laut welchem in den kommenden 5 bis 10 Jahren 20% der Kleingärten verschwinden sollen, um Wohnanlagen und öffentlichen Gebäuden Platz zu machen. Dies entspricht ungefähr 1.200 Parzellen. Das Office International du Coin de Terre et des Jardins Familiaux zeigt sich empört über das Schicksal der Kleingärten in mehreren Regionen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und fordert die eidgenössische Regierung auf, dem planmäßigen Verschwinden einer ganzen Reihe von Kleingärten Einhalt zu gebieten. Als Antwort auf die Krise, die vor allem die Bedürftigsten trifft, unterstützen die meisten europäischen Staaten die Schaffung von Kleingärten. Zur Bekämpfung der Energiekrise setzen sich zahlreiche Länder für eine Politik der kurzen Wege ein, von welcher die Kleingärten ein Bestandteil sind. Angesichts der schwindenden Biodiversität sind die Kleingärten, wie dies durch eine Studie des deutschen Verbandes belegt wurde, ein Mittel zur Wahrung und Förderung der Biodiversität in den Städten. Ein wachsender Anteil der Bevölkerung lebt in sich ständig ausdehnenden Ballungsgebieten. Die Stadtbewohner leiden an Stress, ein Übel unserer Gesellschaft, gegen welches die Kleingärten ein geeignetes Mittel bieten. Dieser Beitrag der Kleingärten zur Gesundheit der Stadtbewohner geht aus den Arbeiten und Beobachtungen von europäischen, kanadischen und amerikanischen Ärzteteams hervor. Desgleichen ist die wohltuende Wirkung der Gartenarbeit bei älteren deprimierten Menschen unbestritten. Dank der zu pädagogischen Zwecken genutzten Flächen, bieten die Kleingärten den Schulkindern zudem einen Ort, wo sie Lehrreiches über die Natur erfahren können und lernen, dieser mit Respekt zu begegnen. Sie eignen sich demnach perfekt, um die Schüler für eine nachhaltige Entwicklung zu begeistern. Der den Immobilienprojekten zu Lasten der Kleingärten eingeräumte Vorzug wird zweifellos eine Verschlechterung der Lebensbedingungen und des Gesundheitszustandes der Bewohner der betroffenen Städte mit sich bringen. Die Kleingärten gelten als grüne Lungen der Städte und sind nicht mehr aus ihnen wegzudenken. Eine Zukunft der Städte ohne diese Grünflächen von hohem wirtschaftlichem, sozialem, ökologischem, städtebaulichem und gesundheitlichem Nutzen ist unvorstellbar. Auch wenn es aus durchaus verständlichen gemeinnützigen Gründen manchmal erforderlich ist, eine Kleingartenanlage abzuschaffen, so müssen die örtlichen Behörden zumindest alles daran setzen, die weggefallenen Parzellen und ihre Ausstattungen zu ersetzen. Dies ist in den anderen europäischen Ländern der Regelfall. Das Office International du Coin de Terre et des Jardins Familiaux fordert die eidgenössische Regierung und die politischen Verantwortlichen der verschiedenen Regionen auf, ihre Position zu überdenken und zumindest alles daran zu setzen, um die bestehenden Kleingärten zu wahren und diese, sofern möglich, weiterzuentwickeln, um den Bedürfnissen der Schweizer Bevölkerung nachzukommen. Gent, den 9. September 2009
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