Kontakt

Office International
du Coin de Terre et des Jardins Familiaux a. s. b. l.

20, Rue de Bragance
L-1255 LUXEMBOURG

Tel.: 00352/453231
Fax: 00352/453412
E-Mail:
office-international
Homepage:
jardins-familiaux.org

 
  

 



Informationen

Empfehlung an die 3.000.000 Kleingärtnerfamilien, welche im Office International du Coin de Terre et des Jardins Familiaux zusammengeschlossen sind.



Auf der Basis einer Untersuchung unter den Mitgliedsverbänden des Office International du Coin de Terre es des Jardins Familaux Anfang 2001 sowie aufgrund der Diskussion während des Internationalen Seminars in München vom 23. bis 26.08.2001 und auf Basis der allgemein angenommenen Definition der nachhaltigen Entwicklung d.h. eine Entwicklung, welche den aktuellen Bedürfnissen gerecht wird ohne die Möglichkeiten für die kommenden Generationen ihren eigenen Bedürfnissen gerecht zu werden, zu gefährden,
stellen die Seminarteilnehmer fest:

- dass die nachhaltige Entwicklung eine globale Vision und sektorüberschreitende Tätigkeiten erfordert,
- dass die nachhaltige Entwicklung wirksame Maßnahmen zum Natur- und Umweltschutz im globalen Maßstab erfordern,
- dass das Gleichgewicht zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung und dem Umweltschutz notwendig ist,
- dass eine nachhaltige Entwicklung eine persönliche Verantwortung beinhaltet und individuelles Handeln erfordert,
- dass der Begriff "nachhaltige Entwicklung" und seine praktischen Konsequenzen in der Gesellschaft noch nicht hinreichend angekommen sind und im Handeln der Verbände noch nicht genügend berücksichtigt werden.

Deshalb fordert das Office International alle Mitgliedsverbände mit ihren Vereinen, welche mehr als 3.000.000 Kleingärtnerfamilien zusammenschließen, auf:

- Agenda-Projekte, die den Vorstellungen der Mitglieder und weiterer Interessenten entsprechen, zu erarbeiten und in die kommunalen Agenda-Projekte einzuordnen,
- die Bevölkerung, und speziell Kinder und Jugendliche, vermehrt für die Probleme einer nachhaltigen Entwicklung zu sensibilisieren,
- ihre Aktivitäten und Anstrengungen auf diesem Gebiet speziell durch die Organisation thematischer Tagungen und einer konkreten Fachberatung vor Ort zu erhöhen,
- die gesundheitsfördernden Wirkungen von Gartenarbeit und des Verzehrs eigener ökologisch erzeugter Gartenprodukte zu betonen,
- in ihre Öffentlichkeitsarbeit und politischen Stellungnahmen ausdrücklich die Notwendigkeit einer nachhaltigen Entwicklung aufzunehmen,
- ihre Anstrengungen auf den Gebieten der Energieeinsparung, der Müllvermeidung und zur Nutzung langlebiger Produkte aus der regionalen Produktion zu erhöhen,
- die Regierungen aufzufordern, die internationalen Verträge zur Durchsetzung einer nachhaltigen Entwicklung zu ratifizieren und umzusetzen.

Von den nationalen Regierungen fordert der Office International:

- eine Kleingartengesetzgebung in den Ländern zu beschließen, die den Anforderungen der Agenda 21 und den ökologischen und sozialen Bedingungen entsprechen.