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Der Sport und das Familiengartenwesen haben sicher verschiedene Dinge gemeinsam. Beide fördern u.a. die Gesundheit der Menschen. Die meisten Menschen haben heute zu wenig Mobilität, was dazu führt, dass sehr viele an Übergewicht leiden und auch sonst mit verschiedenen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen haben. Dies ist ein Grund dafür, dass wir Kleingärtner die Aktivitäten der Regierungen und der Internationalen Organisationen zur Förderung des Sports sowie die Ziele des europäischen Jahres der Erziehung durch Sport unterstützen. Insbesondere soll der faire Wettbewerb bei Volkssportarten gefördert werden und sollen Maßnahmen für gesunden Sport getroffen werden. Wir verurteilen aber jedes unfaire Verhalten im Sport, insbesondere die leider in vielen Sportarten verbreitete Anwendung von Dopingmitteln. Diese gefährden nicht nur die Gesundheit der Sportler, sondern sie werfen auch ein sehr schlechtes Licht auf die betreffenden Sportarten und deren Organisationen. Aus den verschiedensten Gründen ist es aber nicht allen möglich, aktiv Sport in irgendwelcher Art zu treiben. Einerseits mangelt es vielleicht am notwendigen Interesse dafür, anderseits können z. B. gesundheitliche oder körperliche Mängel jemanden davon abhalten, sich aktiv einer Sportart zuzuwenden. Ein Ausgleich dafür kann z. B. der Kleingarten bieten. Auch im Kleingarten besteht die Möglichkeit für eine regelmäßige körperliche Ertüchtigung in der Natur, für Bewegung und Aufenthalt in der frischen Luft. Der Kleingarten bietet diese Möglichkeit Menschen praktisch jeder Altersstufe, also den Kindern, den Erwachsenen, Senioren aber auch Behinderten bis zu einem gewissen Grade. Im Sport sind hier sicher eher Grenzen gesetzt, aber natürlich gibt es auch Sportarten die – speziell wenn sie nicht wettbewerbsmäßig ausgetragen werden – auch bis ins relativ hohe Alter betrieben werden können. Wir sehen
also, Kleingärtner wie Sportler bewegen sich im Freien, unternehmen
etwas für ihre Gesundheit und bemühen sich, auch im Alter möglichst
beweglich und fit zu bleiben. Dies ist doch sicher ein wichtiger Grund dafür, dass sowohl Sportanlagen als auch Kleingartenanlagen vor der Verwendung für andere Zwecke gerettet werden müssen. Wir müssen uns gemeinsam dafür einsetzen, dass für die Überbauung z.B. zu Wohn- oder Gewerbezwecken, oder aber für den Bau von Straßen und Autobahnen, nicht in erster Linie unsere Betätigungsfelder ins Visier der Bauherren genommen werden. Zusammen mit den Politikern müssen wir uns dafür einsetzen, dass unsere Anlagen geschützt werden, damit wir alle auch in ferner Zukunft unserer gesunden Freizeitbeschäftigung – dem Sport und/oder dem Kleingarten – nachgehen können. Es darf aber auch unter keinen Umständen dazu kommen, dass – was leider immer wieder versucht wird und auch vielfach gemacht wird – Kleingartenanlagen aufgehoben werden, um auf diesem Land Sportanlagen zu erstellen. Aus allen oben geschilderten Gründen sollen bei den Politikern und den Behörden die Kleingärtner die gleiche Daseinsberechtigung haben wie die Sportler, auch wenn die Sportler insgesamt gesehen sicher die größere Lobby darstellen. Zum Beispiel in der Schweiz gibt es Kleingartenanlagen, die in einer speziellen „Zone für Familiengärten“ eingestuft sind, und dadurch sind sie auch sehr gut abgesichert. Es gibt aber auch Kleingärten in einer sog. „Zone für Freizeit und Sport“. Leider ist hier die Absicherung bereits nicht mehr optimal, da es doch schon vorgekommen ist, dass man Kleingärten in dieser Zone aufgehoben hat um einer Sportanlage Platz zu machen. Dies ist eine Konkurrenz, die es unseres Erachtens nicht geben darf und wir müssen alles daran setzen, dass solche Änderungen des Verwendungszweckes absolut nicht mehr vorkommen. Auch wir Kleingärtner unterstützen es, wenn die Sportler gute und ihren Ansprüchen gerecht werdende Anlagen erhalten. Wir erwarten aber auch, dass die Sportler unsere Bedürfnisse unterstützen und mithelfen, dass unsere Anlagen erhalten bleiben und nicht für ihre Zwecke umfunktioniert werden. – Gemeinsam können wir uns gegenseitig unterstützen, gemeinsam können wir unsere Ziele erreichen und gemeinsam können wir dafür sorgen, dass unsere Mitglieder auch in ferner Zukunft einen Ort zur Verfügung haben, an dem sie ihre Gesundheit und ihre körperliche Ertüchtigung erhalten und fördern können
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