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Office International
du Coin de Terre et des Jardins Familiaux a. s. b. l.

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Stellungnahme anlässlich des internationalen Jahres des Süßwassers


Dem lebenswichtigen Gut Wasser wird heute leider immer noch viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Um den Menschen das lebenswichtige Gut Wasser noch stärker ins Bewusstsein zu bringen, haben die Vereinten Nationen das Jahr 2003 zum Jahr des Süßwassers proklamiert.

Europa hat Glück. Echten, dauernden Wassermangel, wie wir ihn in vielen Teilen der Welt finden, haben wir glücklicherweise nicht. In anderen Regionen der Erde sind die Wasserqualität und –quantität zum Konfliktstoff geworden. Solche Konflikte gibt es in Europa nicht, aber wir müssen mit immer mehr technischem Aufwand Trinkwasser aufbereiten und Abwässer reinigen. Hohe Nitratwerte im Grundwasser sind bekannte Probleme mit denen Versorger konfrontiert sind. Die Verursacher sind vielschichtig und reichen von der Industrie über die Landwirtschaft bis hin zum kleinen Verbraucher. Natürlich können diese Schadstoffe durch aufwendige technische Maßnahmen beherrscht werden, aber wie lange können wir uns diesen Aufwand finanziell noch leisten?
Es scheint daher zweifellos wichtig, dass jeder das seine dazu beiträgt, um das Lebenselixier Wasser in seiner Qualität zu erhalten.

Um es vorwegzunehmen, in Europa ist der Süßwasserschutz besser geworden, und das Bewusstsein der Menschen in Europa zu einem aktiven Wasserschutz, vor allem in der jungen Generation, ist gestiegen. Darüber hinaus sind immer mehr Menschen der Meinung, dass Trinkwasser allen Menschen der Erde zugängig gemacht werden muss. Dies ist aber nur möglich, wenn mehr Geld in die Erhaltung der Süßwasserspeicher einerseits und in verbesserte Verbrauchsmethoden andererseits gesteckt wird.
Heidemarie Wiecjorek-Zenl führte auf der Süßwasserkonferenz in Berlin 2001 aus, dass jährlich 180 Milliarden US$ notwendig wären, um bis 2015 die Zahl der Menschen zu halbieren, die derzeit keinen Wasserzugang haben.
Wir wissen, dass es in einigen Gegenden der Welt zu den kostbarsten Errungenschaften zählt, ausreichend und sauberes Wasser zu besitzen. Wir wissen aber auch, dass in Afrika – nach einem UNO-Bericht – täglich 6.000 Menschen, meist Kinder, durch verseuchtes Wasser sterben.

Aus dem Bestreben einer nachhaltigen Entwicklung und dem Bewusstsein, dass Wasser Leben bedeutet hat das Office International alle Kleingärtner Europas aufgerufen aus Solidarität zu jenen, die keines besitzen:

1) im täglichen Gebrauch sowohl im Haushalt als auch im Kleingarten mit dem Süßwasser sparsam umzugehen.

2) durch Nutzung alternativer Wasserquellen (Regenwasser, Brauchwasser etc.) den Süßwasserverbrauch zu minimieren.

3) durch sensibles Handeln im Umgang mit Schadstoffen Verunreinigungen von Quellen und Grundwasser zu verhindern.

4) Sorge zu tragen, dass durch eine entsprechende Abwasserentsorgung der Schutz des Grundwassers als größte Süßwasser-Reserve gewährleistet ist.

5) die Gesetzgeber zu sensibilisieren, Kleingärten in die Bebauungspläne der Städte zu integrieren um somit die Versiegelung durch die Schaffung von Grünflächen zu kompensieren.