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Europa hat Glück. Echten, dauernden Wassermangel, wie wir ihn in
vielen Teilen der Welt finden, haben wir glücklicherweise nicht.
In anderen Regionen der Erde sind die Wasserqualität und –quantität
zum Konfliktstoff geworden. Solche Konflikte gibt es in Europa nicht,
aber wir müssen mit immer mehr technischem Aufwand Trinkwasser aufbereiten
und Abwässer reinigen. Hohe Nitratwerte im Grundwasser sind bekannte
Probleme mit denen Versorger konfrontiert sind. Die Verursacher sind vielschichtig
und reichen von der Industrie über die Landwirtschaft bis hin zum
kleinen Verbraucher. Natürlich können diese Schadstoffe durch
aufwendige technische Maßnahmen beherrscht werden, aber wie lange
können wir uns diesen Aufwand finanziell noch leisten? Um es vorwegzunehmen, in Europa ist der Süßwasserschutz besser
geworden, und das Bewusstsein der Menschen in Europa zu einem aktiven
Wasserschutz, vor allem in der jungen Generation, ist gestiegen. Darüber
hinaus sind immer mehr Menschen der Meinung, dass Trinkwasser allen Menschen
der Erde zugängig gemacht werden muss. Dies ist aber nur möglich,
wenn mehr Geld in die Erhaltung der Süßwasserspeicher einerseits
und in verbesserte Verbrauchsmethoden andererseits gesteckt wird. Aus dem Bestreben einer nachhaltigen Entwicklung und dem Bewusstsein, dass Wasser Leben bedeutet hat das Office International alle Kleingärtner Europas aufgerufen aus Solidarität zu jenen, die keines besitzen: 1) im täglichen Gebrauch sowohl im Haushalt als auch im Kleingarten mit dem Süßwasser sparsam umzugehen. 2) durch Nutzung alternativer Wasserquellen (Regenwasser, Brauchwasser etc.) den Süßwasserverbrauch zu minimieren. 3) durch sensibles Handeln im Umgang mit Schadstoffen Verunreinigungen von Quellen und Grundwasser zu verhindern. 4) Sorge zu tragen, dass durch eine entsprechende Abwasserentsorgung der Schutz des Grundwassers als größte Süßwasser-Reserve gewährleistet ist. 5) die Gesetzgeber zu sensibilisieren, Kleingärten in die Bebauungspläne der Städte zu integrieren um somit die Versiegelung durch die Schaffung von Grünflächen zu kompensieren.
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