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Glückwünsche - Der Präsident der National Allotment Society, Great Britain (englischer Kleingärtnerverband) erhielt die British Empire Medal.

Ihre Majestät die Königin genehmigte gnädig dass Phil Gomersall aus Rawdon, eine British Empire Medal (BEM) für seine Verdienste im Bereich des Gartenbaus in Yorkshire zugesprochen wird und er in die Geburtstags-Ehrenliste 2018 eingeschrieben wird.

GB180619_1Phil Gomersall übt viele Funktionen in der Kleingartenbewegung aus: vom Präsidenten des nationalen englischen Verbandes, Vorsitzenden des Yorkshire Kleingartenverbandes, über den PR Officer des Kleingartenverbandes von Leeds bis zum Sekretär des "Victory Garden Allotments Vereins in Rawdon. Er vertritt auch die englischen Kleingärtner im Office International du Coin de Terre et des Jardins Familiaux.

Er hat über viele Jahre hinweg die vielen Vorteile, welche die Kleingartenarbeit zu bieten hat, gefördert und darüber informiert. Er ist ein hart arbeitender und sehr fröhlicher Mensch.

Er war maßgeblich an der Schaffung von Demonstrationskleingärten bei den "Harrogate Flower Shows", "Great Yorkshire Show" und sogar "Chelsea" beteiligt.

GB180619_2Zusätzlich ist er "Vize-Vorsitzender" von "Rawdon in Bloom", eine Organisation, welche das Ziel verfolgt das lokale Umfeld von Rawdon, Ort in dem er lebt, zu verbessern.

Phil Gomersall sagt: "Es gibt viele andere wie er selbst, die das Kleingartenwesen im ganzen Land fördern und Ratschläge hierüber geben, aber seine Herangehensweise mag ein wenig anders sein d. h. mit etwas mehr Enthusiasmus und Dynamik bei der Stimulierung für die vielen Vorteile des Kleingartenwesens.

Er ist sehr stolz die Medaille erhalten zu haben und ist immer noch überwältigt von dieser Nachricht. Aber dennoch war er am folgenden Morgen wieder damit beschäftigt Blumenkübel in seinem Dorf Rawdon aufzustellen.

Der Tag des Gartens war wieder am 10. Juni
Grüner geht's nicht! - Warum wir den Tag des Gartens feiern

Deutschlands Städte wachsen stetig. Kleingärten sorgen dafür, dass wir nicht in Betonwüsten leben müssen, sondern auch Grün wachsen darf. „Wer möchte, dass unsere Städte auch bei wachsender Bevölkerung lebenswert bleiben, kommt an Kleingärten nicht vorbei“, erklärt Peter Paschke, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde (BDG), dem Dachverband der deutschen Kleingärtner. Kleingärten gehören in Deutschland immer noch zu allen Städten und Gemeinden, doch das ändert sich im ländlichen Raum. In Großstädten sind sie jedoch weiter schwer im Kommen, denn sie sparen nicht nur Geld, sie führen Menschen zusammen, unterstützen eine gesunde Ernährung und bieten Erholung vom stressigen Alltag.  Doch sie haben Mehrwert, denn sie sind auch Ausgleichsflächen für das Stadtklima, Orte zum Durchatmen für die Anwohner, Biotope der Artenvielfalt  und Wissensspeicher für gärtnerische Fähigkeiten. Kleingärtner wirken schon immer weit über ihre Zäune hinaus – und darauf macht jedes Jahr der Tag des Gartens aufmerksam.

Viele der knapp 15.000 Kleingärtnervereine, die es landesweit gibt, ermuntern an diesem Tag, einen Blick in die grünen Oasen zu werfen und Stadtnatur hautnah zu erfahren. Stadtnatur? Na klar. Naturnahes Gärtnern steht bei den Kleingärtnern schon lange hoch im Kurs. Statt auf größtmöglichen Ertrag wird auf Qualität gesetzt: Viele Vereine verzichten freiwillig auf den Einsatz von Pestiziden, bauen alte Pflanzenarten und -sorten an und tragen  so zum Erhalt der Artenvielfalt bei. Gut ausgebildete Fachberater in den Vereinen sorgen dafür, dass auch Gartenneulinge alles Wissenswerte zum naturnahen Gärtnern lernen. Der BDG setzt sich dafür ein, dass Kleingärten besonders in den Städten als unverzichtbarer Teil grüner Infrastruktur wahrgenommen werden – und nicht etwa als potenzielles Bauland. Denn wachsende Städte, in denen nichts mehr wachsen darf, sind auf Dauer nicht lebenswert.

Deshalb ist immer am zweiten Sonntag im Juni Tag des Gartens. Er soll den Menschen die Bedeutung des Kleingartens für das Wohlbefinden von Mensch und Natur in Stadt und Land ins Bewusstsein rufen.

Mit ihm wollen die Gartenfreunde der Öffentlichkeit die Freude am urbanen Gärtnern nahe bringen und neue Pächter für die Kleingarten-Idee gewinnen.

Dieses Jahr fand der Tag des Gartens am vergangenen 10. Juni statt. Die bundesweite Eröffnungsfeier war in München.

Autor Thomas Wagner, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, BDG

Biodiversität in Wiener Kleingärten

Im Auftrag des Zentralverbandes der Kleingärtner Österreichs läuft seit zwei Jahren in 40 Gärten eine auf drei Jahre anberaumte Biodiversitätsstudie in den vier wichtigsten Klimazonen Wiens.

KescherDer Fokus liegt auf der Erfassung von Bäumen, Sträuchern, Stauden, Gemüsen und Kräutern (ausgenommen Rasen, Feuchtbiotope und Kübelpflanzen) sowie auf Wanzen, Zikaden sowie phytopathogenen Pilzen. Die Gärten werden mehrmals pro Jahr begangen und abgekeschert.

Interessant war festzustellen, dass je nach Klimagebiet zwischen 172 und 250 Pflanzenarten bzw. Gattungen in den Gärten aus bis zu 82 Pflanzenfamilien zu finden waren.

Bei den Pflanzenpathogenen gab es sogar eine weltweite Erstbeschreibung, ein Blattfleckenpilz (Peronospora Albugo Brevia), der „Asteromella forsythiae Bedlan“ benannt und im 14. Wiener Gemeindebezirk gefunden wurde. Daneben gab es einen Erstfund einer schon bekannten Pilzkrankheit für Österreich und mehrere Erstfunde für Wien.

Bei den aufgefundenen und bisher bestimmten Wanzen und Zikaden stellte sich heraus, dass rund 56 Prozent der in Österreich heimischen Landwanzenfamilien und rund 50 Prozent der heimischen Zikadenfamilien in unseren Kleingärten zu finden sind.

Im heurigen Herbst wird die Befundaufnahme für diese umfangreiche Studie beendet. Die Aus- und Bewertung der Ergebnisse wird dann wohl erst im Laufe des Jahres 2019 zur Verfügung stehen.

 

 

Die Baumeister des Bodens - eine reiche, wenngleich verkannte Artenvielfalt

Im Gemüsegarten wissen wir sehr wohl um die Bedeutung des Bodens. Wenn wir keinen hochwertigen Boden haben, lässt sich ohne den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln nur schwerlich eine gute Ernte erzielen. Ein nährstoffarmer Boden ist jedoch nicht das einzige, was der Gärtner fürchten muss: Die Verringerung der bestehenden Artenvielfalt (insbesondere im Falle des Einsatzes von Schädlingsbekämpfungsmitteln, Pilzvernichtungsmitteln oder sonstigen chemischen Hilfsstoffen) kann sich katastrophal auf die Ernten auswirken.

Unter unseren Füßen beschäftigt sich nämlich eine Vielzahl von Lebewesen damit, den uns so wertvollen Boden zu einem hochwertigen Boden zu machen. Ohne diese Artenvielfalt stirbt der Boden.  Als inerte Materie benötigt der Boden diese Fauna für seine Regeneration. Sie fragen sich, wer diese Baumeister des Bodens sind?

Was ist der Boden?

In der Pedologie (Bodenwissenschaft) wird der Boden nicht nur im Hinblick auf seine Zusammensetzung sondern auch im Hinblick auf seine Lebendigkeit untersucht – zwei Faktoren, die untrennbar miteinander verbunden sind. Aus der bestehenden Artenvielfalt ergibt sich die chemische Zusammensetzung, d.h. die Qualität, und aus dieser Qualität ergibt sich wiederum die Artenvielfalt. Die Funktionsweise des Bodens ist also zyklisch, was seine Stärke und gleichzeitig auch seine Anfälligkeit ausmacht.

01Der Bodenkundler Albert Demolon definiert den Boden in seinem „Leitfaden für die experimentelle Bodenuntersuchung“ (‘Guide pour l’étude expérimentale du sol’) wie folgt: „Die natürliche Bildung einer Fläche lockerer Struktur und variabler Dicke, die sich aus der Umwandlung des darunterliegenden Muttergesteins unter Einfluss verschiedener physischer, chemischer und biologischer Prozesse im Kontakt mit der Atmosphäre und den Lebewesen ergibt“.

Ohne in die Einzelheiten der Bodenzusammensetzung zu gehen, da wir uns an dieser Stelle für die Artenvielfalt und nicht für die Zusammensetzung des Bodens interessieren, können wir gleichwohl ein synthetisches Schema davon erstellen.

Der Artenvielfalt kommt eine wesentliche Rolle in Bezug auf die Fruchtbarkeit des Bodens, den Schutz der Pflanzenkulturen, die Bekämpfung der Bodenerosion und die optimale Ableitung der Wasserressourcen oder Wasserzufuhren zu, und sie kann überdies auch die Dekontamination unterstützen.02

 

Doch aus was besteht die Artenvielfalt des Bodens?

Die Artenvielfalt des Bodens kann in vier Klassen aufgegliedert werden:
-     Die an der Oberfläche präsente Megafauna: Kröten, Schlangen, Maulwürfe…
-     Die mit bloßem Auge sichtbare Makrofauna: Regenwürmer, Ameisen, Larven…
-     Die mit der Lupe sichtbare Mesofauna: Milben, Springschwänze…
-     Die unter dem Mikroskop sichtbare Mikrofauna: Einzeller, Fadenwürmer, Pilze, Bakterien, Algen…

03Jede dieser Klassen übt eine bestimmte Funktion für die Struktur des Bodens aus. Die den Gärtnern gut bekannte Makrofauna, zu der die Regenwürmer oder Ameisen zählen, wird als  „physischer Ingenieur“ bezeichnet, d.h. ihr obliegt die Erneuerung des Bodens; sie bildet die Lebensräume für die anderen Organismen des Bodens, kümmert sich um die Verteilung der organischen Stoffe und um die richtige Wasserverteilung.

 

04Der Mesofauna kommt die Funktion des „Regulators“ in Bezug auf die Bevölkerung der im Boden vorhandenen Mikroorganismen zu und sie fungiert folglich als deren natürlicher Feind, der den Schutz Ihrer Pflanzenkulturen vor verschiedenen Krankheiten im Zusammenhang mit in zu großer Anzahl im Boden vorhandenen Pilzen oder Bakterien ermöglichen kann. Diese Mikroorganismen sind wiederum die „chemischen Ingenieure“ des Bodens. Ihnen obliegt die Aufspaltung der organischen Stoffe, was die Zufuhr von  Nährstoffen ermöglicht. Darüber hinaus sind sie dazu in der Lage, bestimmte Schadstoffe zu zerstören.


Wie kann diese Artenvielfalt gefördert werden?

• Das Pflügen des Bodens vermeiden

Wie viele Gärtner schieben die Fräse durch ihre Gärten? Viel zu viele. Wir wissen, dass sich die Bodenbearbeitung mit zunehmendem Alter für die Gärtner als sehr mühsam  erweisen kann, doch wussten Sie, dass Ihr Boden mit der richtigen Verbesserung sein ganzes Gleichgewicht wiederfindet und Sie sich nicht länger verausgaben müssen, um einen lockeren Boden zu bekommen? Darüber hinaus kann es passieren, dass sie die Tierarten bei einem zu tiefen Einsatz der Fräse von der Ebene ihres natürlichen Lebensraums verlagern, sodass alles auf den Kopf gestellt wird und sich keiner mehr zurechtfindet, ganz zu schweigen natürlich vom Sterben zahlreicher Würmer und anderer Arten.  Denn wir dürfen nicht vergessen, dass ein in zwei Teile durchtrennter Regenwurm zwangsläufig stirbt.

• Die Zufuhr von organischen Substanzen ins Gleichgewicht bringen

Als Gärtner wissen wir, dass es wichtig ist, auf die Zufuhr von organischen Substanzen zu achten (beispielsweise Kompost). Neben der Zufuhr von Nährstoffen, die aus den organischen Substanzen hervorgehen und von der bestehenden Artenvielfalt aufgenommen werden, können wir dadurch auch unseren Boden schützen und folglich dessen Wasserspeicherkapazität verbessern.

• Keine chemischen Hilfsstoffe verwenden. Bei uns ist alles Bio!

Wir können es gar nicht oft genug wiederholen: Hören Sie mit dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf! Die Artenvielfalt, die Ihren Boden erhält und bearbeitet, wäre Ihnen dafür mehr als dankbar und wird Sie mit schöneren Pflanzenarten belohnen. Es gibt mittlerweile zahlreiche biologische Lösungen, die Ihnen beim Kampf gegen potentielle Plagen und Befälle helfen können.

• Zur Minimierung der Erosion Gründünger verwenden

Ein kahler Boden ist für alles Mögliche anfällig, insbesondere für Witterungseinflüsse wie Regen, Wind, Trockenheit, usw. Sparen Sie in der Anbauzeit nicht an Pflanzenbewuchs und Bodenbedeckung. Diese Bedeckung erhält nicht nur die Bodenwärme, sondern ermöglicht auch eine längere Wasserspeicherung. In Trockenperioden wie letztes Jahr, in denen der Regenmesser kaum zum Einsatz kam, erweist sich dies für Ihren Garten als wertvolle Hilfestellung.

Sollten Sie sich dafür entscheiden, ein Beet in schlechteren Zeiten oder im Falle Ihrer Abwesenheit unbebaut zu lassen, zögern Sie nicht, Gründünger zu verwenden (z.B. Wicke, Gelbsenf, usw.), der Ihren Boden nähren und schützen wird und Ihren übrigen Pflanzenarten letztendlich als Pflanzenbewuchs dienen wird.

Malvina Beauclair

In den Blumengärten Hirschstetten fand vom 20.-22. April die Kleingarten-Messe statt.

Im außergewöhnlich schönen Ambiente der Blumengärten Hirschstetten fand von 20. bis 22. April die 14. Wiener Kleingartenmesse statt. kgmesse

Über 100 Aussteller präsentierten (fast) alles, was Kleingärtners Herz höher schlagen lässt. So konnten sich Kleingärtner und Gartenfreunde zu Beginn der heurigen Gartensaison wertvolle Informationen und Tipps holen, Neuerungen sehen und Ideen sammeln.

Wiens prominentester Kleingärtner "Noch-Stadtrat" und "Bald-Bürgermeister" Michael Ludwig eröffnete die Messe höchstpersönlich. Neben den gewerblichen Ausstellern waren auch die ehrenamtlichen Organisationen vertreten, unter ihnen selbstverständlich auch der Zentralverband der Kleingärtner Österreichs.

Auch heuer war dieser alljährliche Treff Gleichgesinnter wieder ein voller Erfolg.

Fotos: https://klausranger.smugmug.com/Events/Wiener-Kleingarten-Messe

Facebook: https://www.facebook.com/wienerkleingartenmesse/

Homepage: http://evotion.at/kleingartenmesse/

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