back

available languages:

Internationale Grüne Woche – BDG war gefragter Gesprächspartner

Internationale Grüne Woche – BDG war gefragter Gesprächspartner Inmitten eines Blumenmeeres aus Tulpen, Narzissen und Primeln am Rande der aus Holzpaletten imitierten Großstadt Berlin traten das Berliner Kleingartenwesen, die Deutsche Schreberjugend und der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) auf der diesjährigen Internationalen Grünen Woche 2019 in der Blumenhalle mit geballtem gärtnerischen Wissen auf.

Der BDG kooperierte mit der Deutschen Schreberjugend. Versorgt wurden die Besucher mit nützlichen Infos rund um den Hochbeet-Bau, das naturnahe Gärtnern und die Förderung der Insekten- und Pflanzenvielfalt. Und wie es sich gehört, funktioniert Wissensvermittlung am besten praxisnah – mit Bohrmaschine, Hammer und Holzscheiten wurden hunderte kleiner Insektenhotels gebaut, welche die Bauherren direkt mit nach Hause nehmen konnten.

Auch hochrangige Besucher wie Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, Staatssekretär Gunther Adler (BMI) und der Parlamentarische Staatssekretär Marco Wanderwitz (BMI) ließen sich den Rundgang durch die Blumenhalle und damit den Vorgeschmack auf den kommenden Frühling nicht nehmen und zeigten sich interessiert am Stand der Kleingärtner. Am Rande hatte der BDG die Möglichkeit, wichtige Themen wie die Grundsteuerreform anzusprechen.

Sandra von Rekowski, Wissenschaftliche Mitarbeiterin

 

de1

 

Viola Kleinau (BDG-Präsidiumsmitglied), Stefan Grundei (BDG-Geschäftsführer), Bundesfamilienministerin Franziska Giffey , Guido Beneke (Bundesgeschäftsführer Deutsche Schreberjugend)

de2

 

 

 

 

 

Im Gespräch: Guido Beneke (Bundesgeschäftsführer Deutsche Schreberjugend), Stefan Grundei (BDG-Geschäftsführer), Viola Kleinau (BDG-Präsidiumsmitglied), Gunther Adler (Staatssekretär BMI)

 

 

 

de3

 

v.l.n.r.: Guido Beneke (Bundesgeschäftsführer Deutsche Schreberjugend), Oliver Gellert (Geschäftsstellenleiter Schreberjugend Landesverband Berlin), Stefan Grundei (BDG-Geschäftsführer), Marco Wanderwitz (Parlamentarischer Staatssekretär im BMI), Hardy Reckziegel (Bundesvorsitzender Deutsche Schreberjugend), Jürgen Maßalsky (Präsidiumsmitglied BDG)

 

 

 

24. BUNDESWETTBEWERB "GÄRTEN IM STÄDTEBAU"

Die Sieger der Kleingarten-Meisterschaft stehen fest

Die Sieger des 24. Bundeswettbewerbs "Gärten im Städtebau" stehen fest: Sechs Gold-, zehn Silber- und vier Bronzemedaillen wurden am 8. Dezember 2018 in Berlin verliehen. Zusätzlich wurden insgesamt 25.500 Euro Preisgeld vergeben. Die Auszeichnungen würdigen besondere soziale, ökologische und städtebauliche Leistungen der Kleingärtnervereine. Das Motto in diesem Jahr lautete: "Kleine Gärten – bunte Vielfalt".

1"Sie geben Insekten ein Zuhause, leben Integration und stehen als Gemeinschaft zusammen: Unsere 20 Finalisten sind herausragende Beispiele dafür, wie wichtig die kleinen Gärten für unsere Städte und Gemeinden sind", erklärt Jürgen Sheldon, Vorsitzender der Jury des Bundeswettbewerbs. "Wir sind stolz auf unsere Kleingärtner, denn sie zeigen, dass sich auch mit begrenzten Mitteln viel erreichen lässt." Alle vier Jahre lassen die Bundesregierung und der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e. V. (BDG) die Kleingärtner zur Meisterschaft antreten. Eine Fachjury nimmt alle Finalisten vor Ort genau unter die Lupe und bewertet, ob die Anlagen halten, was sie versprechen.

2Besonders begeistert zeigte sich die Jury in diesem Jahr von der Innovationsfreude der Kleingärtner. Rent-a-Beet-Konzepte machen den Einstieg ins Gärtnern einfach, Ernte wird geteilt, damit Obst und Gemüse nicht vergammeln, und zahlreiche Artenschutzprojekte schaffen Refugien für seltene Tiere – mitunter mitten in der Stadt. Naturnahes Gärtnern steht ohnehin hoch im Kurs – Herbizide und chemisch-synthetische Mittel gegen Pilzbefall und Schadinsekten sind längst passé. In 19 der 20 Anlagen werden Bienen gehalten und Insektenhotels in Luxus-Ausführung gehören zur Standardausstattung. Alle Anlagen zeigen: Die Kleingärtner haben sich längst auf den Weg in die Zukunft gemacht und packen die Dinge an – ob Artenschutz, interkulturelles Zusammenleben oder Generationenzusammenhalt.

Die Ergebnisse auf einen Blick:

GOLD
ging an die Kleingärtner aus Berlin, Chemnitz, Hildesheim, Karlsruhe, Landau und Rottweil.

SILBER
ging an die Kleingärtner aus Bremen, Castrop-Rauxel, Dresden, Düsseldorf, Hamburg, Kellinghusen, Löderburg, München, Schwerin und Torgau.

BRONZE
ging an die Kleingärtner aus Altenburg, Kassel, Osterburg und Neunkirchen.

 

Fotos der Veranstaltung und der Preisträger finden sie unter :
https://www.kleingarten-bund.de/de/veranstaltungen/bundeswettbewerb/Fotos-Preisverleihung/

Hinweis Broschüre
Besonders begeistert zeigte sich die Jury beim 24. Bundeswettbewerb von der Innovationsfreude der Kleingärtner. Ihre Eindrücke, ihre Feststellungen und Empfehlungen sowie 20 liebevolle Portraits finden Sie in der Broschüre Ergebnisse des 24. Bundeswettbewerbs "Gärten im Städtebau". Das Heft steht auf
www.kleingarten-bund.de/de/veranstaltungen/bundeswettbewerb/broschuere/
zum Download bereit.

Thomas Wagner, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, BDG

Bundeswettbewerb Gärten im Städtebau 2018

Sie haben sicherlich den Artikel "Markenzeichen Obst und Gemüse: warum ein Kleingarten das Familienbudget entlastet" gelesen. Kleingärten sind aber noch viel mehr. Eine Reise durch die bunte Welt der Kleingärten beweist dies eindeutig.

201820 Kleingärtnervereine, 15 Bundesländer, 12 Tage, 7 Jurymitglieder, ein Bus: Die Juryreise für den Bundeswettbewerb Gärten im Städtebau 2018 ist vollbracht. Nun heißt es: Auswerten – und Medaillen und Preisgelder verteilen. Wie wichtig die Inaugenscheinnahme für den Wettbewerb ist, hat sich auch 2018 wieder deutlich gezeigt. Denn erst vor Ort können die bunten Gärten, das beispielhafte Engagement der Gärtner und das besondere Zusammenspiel zwischen Gartenanlage und Gemeinde richtig wirken.

Kleingärten sind Lebensqualität
Gärtnern ist spießig? Von wegen! Gegärtnert wird überall in Deutschland, über Generations- und Kulturgrenzen hinweg. Vor allem für Städter sind Kleingärten eine Oase, die Erholung, Kontakte und Naturerlebnisse bietet. Den großen Wert der kleinen Gärten sehen zum Glück auch viele Kommunen und fördern sie als Teil der grünen Infrastruktur.

208Der Garten summt
Blitzblanke Kleingärten mit Nagelscheren-Rasenkante sind längst schon Klischee. Stattdessen summt und brummt es überall. So werden in 19 der 20 besuchten Vereine Bienen gehalten. Das verhilft den Gärtnern zu besseren Ernten und bietet den Völkern reichhaltige Nahrung – die ganze Saison über. Mit der Vielfalt an Pollen- und Nektarspendern im Kleingarten kann das typische Agrarland schon lange nicht mehr mithalten. Eine Win-Win-Win-Situation für Gärtner und Bienen, denn Honig für beide gibt's auch noch dazu.

 

Natur statt Chemiekeule
Dass Gärten Teil der Natur sind, haben die jüngeren Gärtner wieder gelernt. Die Zeiten der verbissenen Kriege gegen Kohlweißling, Kartoffelkäfer und Co. sind vorbei. Stattdessen setzen die Gärtner auf ein friedliches Miteinander. Herbizide und chemisch-synthetische Mittel gegen Pilzbefall und Schadinsekten kommen nicht mehr zum Einsatz. Lieber nimmt man eine Saison ohne Äpfel oder Kohl hin – im nächsten Jahr wird es schon besser werden.

Neue Gärtner – neue Werte
Mit Laissez-Faire hat das neue Gärtnern aber wenig zu tun. Im Garten wird das einfache Leben gesucht – und die Demut entdeckt. Respekt vor der Natur und viel Geduld sind hier die wichtigsten Fähigkeiten.
Bei allen anderen Fragen stehen Fachberater Gartenneulingen zur Seite. Auch wenn im Garten Erholung gesucht wird, schottet sich die neue Generation nicht ab, sondern kommt mit viel Wille zur Selbstorganisation und Verantwortung ganz gut klar mit dem Leben im Verein. So wird das Kleingartenwesen langsam an eine neue Generation übergeben – und sein Überleben so gesichert.

Thomas Wagner, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, BDG

zu den älteren Beiträgen

Impressum ::: Kontakt ::: Home ::: Sitemap ::: FACEBOOK facebook