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Beteiligung der Kleingärtner am FEW-Meter Projekt

FEW PartnerWorum geht´s? Im Rahmen des Forschungsprojektes "FEW-Meter" (Food, Energy, Water) werden Studien in Deutschland sowie in den Ländern Frankreich, Großbritannien, Polen und USA durchgeführt, die die Effizienz "urbaner Landwirtschaft" untersuchen. Urbane Landwirtschaft (urban farming) ist ein Oberbegriff für die Lebensmittelproduktion in städtischen (urbanen) Räumen. Weltweit nimmt der kleinteilige Anbau von Obst und Gemüse in den Städten zu.

 

Urbane Landwirtschaft zeigt sich in den unterschiedlichsten Formen:

Dazu zählen in New York City und London die Gemeinschaftsgärten (community gardens), aber auch Dachfarmen, Aquakultur, Küchengärten und Therapiegärten erobern die Städte. Kleingärten sind schon seit mehr als einem Jahrhundert eine feste Größe in vielen europäischen Städten, stark ausgeprägt ist diese Entwicklung in Deutschland und Polen.

Kleingärten sind seit je her Orte der Selbstversorgung, die seit der Jahrtausendwende eine Renaissance erlebt. Kleingärten gehören zum sozialen und ökologischen Netzwerk einer Stadt, sie sind im mehrfachen Sinne Teil des guten Klimas im Stadtquartier und Orte der Naturerfahrung. Klar doch, dass Kleingärten auch Teil der urbanen Landwirtschaft sind.

Wie effizient und nachhaltig ist urban farming?
Welche Mengen werden über das Jahr geerntet?
Wie hoch ist der Einsatz von Wasser und Energie?

Fragen über Fragen, auf die die Forscher verlässliche Antworten finden möchten.

Aber auch die Artenvielfalt, das Erlebnis Gärtnern, die Nutzung der Ernteprodukte, Düngung und Pflanzenschutz sind Themenbereiche, die untersucht werden.

In Zusammenarbeit mit dem Forschungspartner ILS (Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung) und dem Landesverband werden Kleingärtner aus NRW in 2019 und 2020 ihre geernteten Produkte erfassen, sowie ihre gärtnerischen und ökologischen Aktivitäten dokumentieren. Unterstützt und beraten werden sie vor Ort von unserem Gartenexperten und Referenten an der Landesschule Stephan Grote aus Münster.

Die Forscherinnen Runrid Fox-Kämper und Kathrin Specht vom ILS informierten im Rahmen des Auftaktworkshops am 10. November 2018 in der Landesschule über ein anspruchsvolles und spannendes Projekt.

Erfreulich! 12 Gartenfreundinnen und Gartenfreunde aus, Bochum, Dortmund, Münster, Lünen und Oelde machen mit.

BDG-Wissenschaftspreis 2019 verliehen

Auf dem BDG-Bundesverbandstag in Dresden, fand neben der Wahl Dirk Sielmanns zum neuen Präsidenten auch die Verleihung des BDG-Wissenschaftspreises statt. Mit dem Ziel junge Wissenschaftler für das Thema Kleingärten zu sensibilisieren, wurden vier herausragende wissenschaftliche Arbeiten vorgestellt und prämiert. "Alle vier Arbeiten behandeln ihre jeweilige Aufgabenstellung methodisch anspruchsvoll auf einem hohen fachlich-wissenschaftlichen Niveau und doch praxisnah mit überwiegend gut verwertbaren Ergebnissen" betont Jury-Vorsitzender Helmut Kern.

v.l.n.r.: Peter Paschke, Agnieszka Schlegelmilch, Helmut Kern, Dirk Sielmann Foto: Christian HeldDen ersten Preis nahm Agnieszka Schlegelmilch persönlich entgegen für ihre an der TU Berlin eingereichte Masterarbeit mit dem Titel "The cooling potential of allotment gardens during summer – case study "Kleingartenkolonie Johannisberg" in Berlin". Schlegelmilch bewies mittels einer methodisch sehr differenzierten Feldstudie, dass Kleingärten, ähnlich wie andere Grünflächen in der Stadt ein bedeutendes Potenzial zur Regulierung des Stadtklimas haben und dem bekannten Phänomen städtischer Wärmeinseln in ihrer unmittelbaren Umgebung entgegenwirken können.

Platz 2: Die Studie "Biodiversität der Wiener Kleingärten" belegt empirisch, dass der Artenreichtum in Kleingärten im Bereich der Flora auch positiven Einfluss auf den Artenreichtum der Fauna hat. Erstellt wurde die Studie von einem Team der AGES (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherung) unter Leitung von Frau Dipl.-Ing. Anna Moyses.

Platz 3: Die Arbeit "Kleingartenentwicklungskonzeption der Stadt Schwarzenberg/Erz.", angefertigt von einem studentischen Team an der Fachhochschule Erfurt, macht deutlich, wie wichtig eine Bedarfsanalyse in Regionen mit rückläufiger Bevölkerungsentwicklung ist. Kleingartenanlagen mit hoher Auslastung müssen erhalten werden. Bei strukturell zu geringer Nachfrage bedeutet es aber auch, dass Anlagen geschlossen werden müssen.

Platz 4: Die an der TU Darmstadt eingereichte Masterarbeit "Kleingartenverlagerung im Kontext der Entwicklung von Potenzialflächen im Siedlungszusammenhang" von Valerie Milicevic, setzt sich mit einem aktuell brisanten Thema in wachsenden Großstädten auseinander.

Kleine Gärten – bunte Vielfalt. Imagefilm des BDG.

Kleingärten: ein Ort bunter Vielfalt und für mehr Umweltgerechtigkeit in unseren mehr und mehr verdichteten Städten. Schaut Euch einfach den Film an.

 

 

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