back

available languages:

Sammelleidenschaft mit Folgen

Ein internationales Forscherteam hat kürzlich erneut davor gewarnt, dass die Anzahl gebietsfremder Arten, die sich in der Natur ausbreiten, kontinuierlich zunimmt. Ein bekannter Grund für die weltweite Verbreitung von Pflanzen und Tieren seit den 1950er Jahren ist die Globalisierung des Handels.

Weitgehend unbekannt ist jedoch, dass viele invasive Pflanzenarten bereits im 18. und 19. Jahrhundert ihren Weg nach Europa antraten: Forschungsreisende brachten ihre Entdeckungen aus Asien und Amerika mit, die mit Begeisterung in Gärten und Parks gepflanzt wurden. So gelangte der aus China stammende Götterbaum (Ailanthus altissima) bereits um 1700 nach Europa. Der Japanische Flügelknöterich (Fallopia japonica), eine beliebte Zierpflanze im Viktorianischen Zeitalter, gewann 1847 in Utrecht sogar eine Goldmedaille als "interessanteste Pflanze des Jahres". Und auch die Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum) war einst als Gartenpflanze heiß begehrt.

Im August 2016 trat die erste EU-Liste invasiver gebietsfremder Arten von unionsweiter Bedeutung, die sogenannte Unionsliste, in Kraft. Sie enthält 37 Tier- und Pflanzenarten, von denen bisher 24 auch in Deutschland wild lebend vorkommen. In diesem Sommer soll die Unionsliste nun um 12 weitere Arten ergänzt werden, darunter auch zwei Zierpflanzen mit gärtnerischer Bedeutung: das Mammutblatt (Gunnera tinctoria) und das Afrikanische Lampenputzergras (Pennisetum setaceum).

Gabriele Rautgundis RICHTER
Gartenfreund August 2017

www.gartenfreunde.de/gartenpraxis/gut-zu-wissen/sammelleidenschaft-mit-folgen

Macht Bienen glücklich!

Bundesweiter Pflanzwettbewerb: Aufruf zur Teilnahme an der 2. Etappe

"Mehr als die Hälfte unserer wichtigen Bestäuber sind vom Aussterben bedroht. Ihnen fehlen zunehmend Nahrungsquellen und Lebensräume". Naturferne Flächen sollen gemeinschaftlich für unsere Bienen und die Natur zurückerobert werden.

Macht Bienen glücklich!Der Wettbewerb startete 2016. Ein Aufruf zur Teilnahme an der ersten Etappe erschien im Oktober 2016.

Der Wettbewerb läuft in drei Etappen. Das Herbstsummen wurde Anfang April vom Frühlingssummen abgelöst. Ihm folgt ab Juli das Sommersummen. Gepflanzt werden Nektar- und Pollenpflanzen für einheimische Wildbienen. Welche Stauden, Einjährige und auch Gehölze zur Verwendung kommen, finden Interessierte auf der Website www.wir-tun-was-fuer-bienen.de Dort gibt es auch alle nötigen Informationen zur Teilnahme sowie weitere tolle Tipps und Tricks für die Pflanzaktionen.

Liebe Gartenfreunde, liebe Gartenfreundinnen, erneut sind Sie gefragt! Suchen Sie sich ein paar motivierte Mitstreiter. Verwandeln Sie öde Flächen in Bienenparadiese. Initiieren Sie ein Bienenprojekt. Mitmachen wird belohnt. Es warten jede Menge attraktive Preise.

BienenEin Einstieg in den Wettbewerb ist jederzeit möglich. Teilnehmen können Gruppen jeder Art mit ihren Gemeinschaftsaktionen. Die Aktionen werden von den Teilnehmern auf die Aktionsseite www.wir-tun-was-fuer-bienen.de geladen, damit öffentlich gemacht und anschließend von einer Jury prämiert.

Registrierte Wettbewerbsgruppen können bei LA'BIO! kostenlose Pflanzen und bei der Stiftung für Mensch und Umwelt rabattiertes Saatgut von Rieger-Hofmann für Ihre Region erhalten. Voraussetzung sind bienenfreundliche und ehrenamtliche Anpflanzungen auf (halb)öffentlichen Flächen wie z.B. Kita- oder Schulgärten, Gärten von gemeinnützigen Vereinen oder kommunale Flächen.

Thomas Wagner, BDG

So, liebe deutsche Gartenfreunde/innen oder jeder der sich angesprochen fühlt, auf die Plätze, los und vor allem macht weiter An alle europäischen und japanischen Kleingärtner, ergreift auch Initiativen mit ähnlichen Aktivitäten/Projekten.

Bundeskleingartenkongress und Tag des Gartens in Berlin

Vom 18.-19. Mai 2017 fand der 4.Bundeskleingartenkongress in Berlin statt.

DE1Ca 300 Delegierte diskutierten die zukünftigen Herausforderungen des Kleingartenwesens. Viel Prominenz war anwesend. Unter ihnen war Staatssekretär Adler. Malou Weirich vertrat das Office International du Coin de Terre et des Jardins Familiaux.

Das Jahr 2017 ist Wahljahr und somit ein Jahr politischer Weichenstellungen. Auch der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) – Dach und Vertreter der Interessen von knapp einer Million organisierten Kleingärtnerinnen und Kleingärtnern – mischt sich ein. Er macht sich stark für mehr Stadtgrün und – selbstverständlich – für den Erhalt von Kleingärten. Die kleinen Gärten haben einen positiven Einfluss auf den sozialen Zusammenhalt in Städten und Gemeinden. Sie helfen, das Kulturgut Gärtnern zu bewahren und leisten einen Beitrag zum Schutz und zur Verbesserung des Stadtklimas. Sie wirken sich positiv auf die Biodiversität – sowohl der Stadtnatur als auch der Kulturpflanzen – aus. Kleingärten steigern nicht nur die Lebensqualität in Städten und Gemeinden, sie können auch das Erscheinungsbild der Kommunen maßgeblich verbessern.

Der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde stellt daher folgende Forderungen an zukünftige Politik:

Den Schutz der Kleingärten als Grüne Infrastruktur sichern: Festhalten am Bundeskleingartengesetz in seiner bewährten Form.
Die bedarfsgerechte Weiterentwicklung von Kleingärten durch die Kommunen fördern: Kleingärten in den Programmen der Städtebauförderung und in weiteren zukünftigen Infrastrukturprogrammen explizit als möglichen Adressaten für Maßnahmen festschreiben.
Bei zukünftig anstehenden Neuregelungen von Kompensations- und Flächenausgleichsregelungen: ökologisch aufgewertete Kleingartenanlagen als Ausgleichsflächen anerkennen. Entsprechende Forschungsvorhaben und Modellprojekte sollten durch die Bundespolitik gefördert werden.

Wissenschaftspreis des BDG

DE2Peter Paschke freute sich, auf den Wissenschaftspreis des BDG aufmerksam zu machen und sozusagen den offiziellen Startschuss zu geben. "Der Wissenschaftspreis soll zur stärkeren Präsenz des Themas Kleingärten beim akademischen Nachwuchs in den Bereichen Stadt-, Regional und Landschaftsplanung führen sowie junge Stadtentwickler und Planer für das Potenzial, das Kleingärten für die grüne Infrastruktur haben, sensibilisieren.

Der BDG möchte Ideen und innovative Ansätze auszeichnen, die Kleingärten in vorbildhafter Weise in Projekte zur Erhaltung der Umwelt, zur Stabilisierung des Sozialgefüges und damit zur Lebensqualität in Städten und Gemeinden einbinden.

Besonderes Anliegen ist es, solche Arbeiten und Projekte auszuzeichnen, die eine Vorbildwirkung für grüne und soziale Stadtentwicklung besitzen und zur modernen Entwicklung grüner Infrastruktur beitragen".

Am 20. Mai fand die bundesweite Eröffnungsfeier des Tages des Gartens in den "Gärten der Welt" auf der Internationalen Gartenausstellung (IGA) statt.

Der Tag des Gartens stand unter dem Motto "Kleingärten: Lebendiges Grün für wachsende Städte". Als Vorreiter der Urban-Gardening-Bewegung machten die Kleingärtner mit diesem Tag auf die Notwendigkeit von Grün in den Städten aufmerksam: Viele der mehr als 14.000 Kleingärtnervereine Deutschlands öffnen am Tag des Gartens ihre Pforten – und machen das Glück des kleinen Grüns so für alle erlebbar. Besonders für Stadtbewohner bleibt der Kleingarten ein Refugium von unschätzbarem Wert: Ein Kleingarten ist nicht einfach nur ein Garten, er bietet Erholung und Ausgleich im Grünen – und zwar inmitten von Häusern und Straßen.

Nach dieser Eröffnungsfeier wurde dem Kleingartenverein "am Kienberg" die Office-Ehrenurkunde für naturgerechtes Gärtnern von Office Präsident Peter Paschke und Generalsekretärin Malou Weirich verliehen.

Diese Kleingartenanlage mit ca. 400 Mitgliedern wurde in den Jahren 1983 bis 1985 entwickelt.

Das Areal umfasst etwa zehn Hektar mit 260 Kleingartenparzellen. Die Parzellen haben eine durchschnittliche Größe von 350 bis 450 qm.

In den vergangenen Jahren haben sich die Kleingärtnerinnen und Kleingärtner des Vereins sehr konsequent darauf verständigt in ihrer Kleingartenanlage giftfrei zu gärtnern.

Stefan Tidow (Staatssekretär für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz), Peter Paschke, Burkhard Träder (1. Vorsitzender der KGA In den zurückliegenden drei Jahren wurde der Obstbaumbestand auf den Gemeinschaftsflächen der Kleingartenanlage durch die Pflanzung von ca. 300 weiteren alten einheimischen Obstbaumsorten ergänzt. Viele davon dienen als Bienenweide. Im Kleingartenverein sind inzwischen drei Kleingärtner auch Imker.

Der Kleingartenverein lädt die Einwohnerinnen und Einwohner des Stadtbezirkes gemeinsam mit der Volkshochschule Marzahn-Hellersdorf zu Workshops ein, in denen die fachgerechte Beschneidung von Obstgehölzen demonstriert wird.

Auf den Hauptwegen der Kleingartenanlage wurden Lehrpfade und Kräuterbeete sowie viele Nistkästen angebracht.

Dies sind nur einige der Tätigkeiten dieser Kleingärtner im Bereich des Natur- und Umweltschutzes.

zu den älteren Beiträgen

Impressum ::: Kontakt ::: Home ::: Sitemap ::: FACEBOOK facebook